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VON UNSERER MITARBEITERIN JASMIN KIRSCHNER
REGENSBURG/KALLMÜNZ. "James geht
es vier Tage nach seiner komplizierten Herzoperation den Umständen
entsprechend gut", sagt Pflegevater Martin Mayer erleichtert.
Dem elfjährigen Kenianer wurde in der Regensburger Uniklinik
auch ein Gefäßteil eines Spenderherzens aus Brüssel
implantiert. In seiner Heimat wäre der lebens- rettende
Eingriff nicht möglich gewesen. |
Im
Moment liegt der kleine Kenianer auf der Intensivstation der
Hedwigsklinik. "Er ist noch nicht ganz überm Berg",
meint Pflügel. Die fünfstündige Operation, die
Professor Dr. Franz-Xaver Schmid mit seinem Ärzte-Team durchgeführt
hatte, sei für James eben sehr anstrengend geweesen. "Es
hat aber keine Komplikationen gegeben. Weder während der
Operation noch jetzt in der Erholungsphase", sagt |
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"Der kleine James hätte den Jahreswechsel
mit seinem angeborenen Loch in der Herzscheidewand nicht erlebt",
erzählt Dr. Horst Pflügel. Der Vorsitzende des Vereins
"Königskinder" hat sich zusammen mit seiner Frau
Helen dafür eingesetzt, dass der Bub nach Regensburg kommt
und dort auch operiert wird. Der Verein übernimmt die OP-Kosten
von knapp 30 000 Mark. "Aber das ist schon ein echter Dumping-Preis,
da alle Ärzte auf ihr Honorar verzichtet haben", erklärt
Pflügel. In München hätte der selbe Eingriff das
Doppelte gekostet, |
Professor Dr. Schmid.
Das afrikanische Waisenkind habe den schwersten
Teil der Geschichte hervorragend überstanden.
"James war vor dem Eingriff überraschend
gelöst und froh, dass es endlich soweit ist", sagt
Martin Mayer, der das schwerkranke Kind zwei Monate mit seiner
Familie in Kallmünz betreut hatte. "Wir haben uns aber
auch damit auseinander gesetzt, dass er sterben könnte".
Auch jetzt besuchen er oder seine Frau den Jungen, so oft es
geht. "Er braucht uns. Mit Fremden spricht er meist nicht",
erklärt der Pflegevater, der auch später mit James
Kontakt halten will. "Wenn er entlassen wird, kommt er erst
mal zu uns bis er vollkommen gesund ist". |
Gerührt ist Mayer von der Anteilnahme
der Kallmünzer: "Besonders bei den Kindern hat sich
eine große Solidarität entwickelt". Die Kommunionkinder,
eine Schulklasse und Privatpersonen haben schon rund 5000 Mark
gespendet. Das Geld kann Pflügel gut gebrauchen, da ihm
auch nach der 10 000-Mark-Spende von Erich Zeilhofer noch einmal
die selbe Summe fehlt. Wen James weiteres Schicksal interessiert,
kann sich unter www.koenigskinder-ev.de schlau machen. Spenden
an die Sparkasse (BLZ 750 S00 00), Konto 100 600 6.
Mteelbayerische Zeitung 10.6.2000 |