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Es waren zwei Königskinder, die hatten einander so lieb; sie konnten zusammen nicht kommen, das Wasser war viel zu tief. so schwimm doch herüber zu mir! Drei Kerzen will ich anzünden, und die sollen leuchten dir. die tät, als wenn sie schlief; sie tät die Kerzlein auslöschen, der Jüngling ertrank so tief. die Leut waren alle so froh, nicht so die Königstochter, ihr´ Augen saßen ihr zu. mir tut der Kopf so weh. Ich möchte spazieren gehen Wohl an der blauen See. allein sollst du nicht gehn, weck auf deinen jüngsten Bruder und der soll mit dir gehn. mein Bruder ist noch ein Kind, der schießt ja all die Vöglein, die auf Grünheide sind. allein sollst du nicht gehn, weck auf deine jüngste Schwester, und die soll mit dir gehn! meine Schwester ist noch ein Kind, sie pflückt ja all die Blümlein, die auf Grünheide sind. die Tochter hielt ihren Gang. Sie ging so lang spazieren, bis sie den Fischer fand. |
willst du dir verdienen groß Lohn, so wirf dein Netz ins Wasser und fisch mir den Königssohn. ein Ringlein von Gold so rot, sieh da, wohledler Fischer, kauf deinen Kindern Brot. er warf sie bis auf den Grund, er fischte und fischte so lange, bis er den Königssohn fand. Und küßte ihn auf den Mund, ach, Mündlein, könntest du sprechen, so wär mein jung Herze gesund. Die goldene Königskron´, sieh da, wohledler Fischer, hier hast du deinen Lohn. Und sprang wohl in die See, lebt wohl, lieb Vater und Mutter, ihr seht mich nimmermehr. da hört´ man Jammer und Not. Hier liegen zwei Königskinder, sind alle beide tot. (unbekannt) |
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