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Königskinder
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Die Leitung von drei UN-Organisationen - von UNICEF, WHO (Weltgesundheitsbehörde) und UNFPA (United Nations Population Fund) traf sich am 10. April 1997 in Genf, um an die Internationale Gemeinschaft und an Politiker zu apellieren, die gemeinsamen Bemühungen zur Abschaffung der Beschneidung von Frauen und Mädchen zu unterstützen. Carol Bellamy von UNICEF, Dr. Hiroshi Nakajima von WHO und Dr. Nafis Sadik von UNFPA stellten ihren gemeinsamen Plan vor, der innerhalb der nächsten 10 Jahre eine Senkung der Fälle von Beschneidung zur Folge haben soll. Endgültiges Ziel ist die völlige Ausrottung der Beschneidung von Frauen und Mädchen innerhalb der nächsten drei Generationen. Die Ausrottung dieser gefährlichen und unverantwortlichen
traditionellen Praktik, die auf Mißverständnissen
und Mythen beruht, wird den Gesundheitszustand von Millionen
Frauen und Kindern in den Entwicklungsländern, vor allem
in UNICEF, WHO und UNFPA betonen einen multidisziplinären Zugang und Teamwork, sowohl in den Ländern, wo weibliche Beschneidung praktiziert wird, als auch auf regionaler und globaler Ebene. Regierungen, politische und religiöse Institutionen, internationale Organisationen, Nicht- Regierungs-Organisationen und Hilfsorganisationen sollen gemeinsam an der Ausrottung dieser schmerzvollen Tradition arbeiten. Die Basis für die Zusammenarbeit auf Länderebene werden nationale "Interagency Teams" sein, die von internationalen Organisationen unterstützt werden. Diese "Interagency Teams" werden die Regierungen bei der Entwicklung und Durchführung einer klaren nationalen Politik unterstützen, um "die weibliche Beschneidung abzuschaffen, und, falls es notwendig ist, Gesetze zu erlassen, die diese Praktik verbieten". Die öffentliche Meinung in den betroffenen Ländern soll durch Bewußtseins- bildung und Aufklärung über die schmerzhaften körperlichen und seelischen Auswirkungen der weiblichen Beschneidung verändert werden. Die Zielgruppen für diese Aufklärungsprogramme sind die allgemeine Öffentlichkeit, Ärzte und medizinisches Personal, Regierungen, politische und religiöse Führer, Dorfvorsteher, traditioneller Heiler und Hebammen. "Die Argumente gegen die weibliche Beschneidung beruhen auf den Menschenrechten, vor allem auf dem Recht auf die bestmögliche psychische und physische Gesundheit", sagt Dr. Nakajima. "Diese Praktik ist eine Verletzung der psychischen und psychosexuellen Unversehrtheit von Frauen und Mädchen, und stellt eine Art von Gewaltanwendung gegen sie dar. Daher ist die weibliche Beschneidung in jeder Form und von jedem Gesichtspunkt aus abzulehnen." "Wir müssen uns allerdings darüber im Klaren sein, daß die weibliche Beschneidung eine tiefverwurzelte traditionelle Praktik ist. Daher kann sie nur dann völlig abgeschafft werden, wenn sich die Einstellung der Bevölkerung dazu verändert", sagt Dr. Nakajima. "Unser gemeinsamer Plan stellt eine entscheidende Ausgangsbasis
dafür her, diese Tradition ein für allemal auszurotten.
Die weibliche Beschneidung ist eine gefährliche und lebensbedrohende
Prozedur, die jedes Jahr Millionen Mädchen betrifft",
sagt "Die physischen und psychologischen Auswirkungen der
weiblichen Beschneidung beeinträchtigen ein Leben lang die
Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden - im speziellen die
Sexualität und die Fortpflanzung - der Betroffenen",
sagt Dr. Sadik. "Die Abschaffung der Beschneidung verlangt
aber auch Wissen und Verständnis über die sozialen
und kulturellen Der Begriff "Female Genital Mutilation" - weibliche Beschneidung - wird für alle Prozeduren verwendet, bei denen die äußeren weiblichen Geschlechtsorgane teilweise oder völlig entfernt, oder verletzt werden. In den meisten Kulturen wird diese Praktik von traditionellen Beschneidern mit Instrumenten wie Messern, Rasierklingen und Glasscherben durchgeführt, üblicherweise ohne Betäubungsmittel. In reicheren Gesellschaftsschichten werden Beschneidungen auch in Krankenhäusern von qualifiziertem Personal vorgenommen. Das Alter der Mädchen, welche diese Prozedur mitmachen müssen, ist verschieden: Beschneidungen werden an wenigen Tage alten Säuglingen vorgenommen, an weiblichen Kindern und Jugendlichen, manchmal auch an erwachsenen Frauen. Im allgemeinen werden die Mädchen aber zwischen ihrem vierten und zwölften Lebensjahr beschnitten. Die Beschneidung von Mädchen und Frauen führt sehr oft zu Komplikationen. Kurzfristige Komplikationen sind starke Schmerzen, Schockzustand, Blutsturz, Urinverhalten, Eiterungen im Genitalbereich und Verletzungen des umliegenden Gewebes. Blutsturz und Infektionen können tödlich sein. Längerfristige Komplikationen sind Zysten und Abszesse, Narbenwucherung, Verletzungen der Harnröhre, extrem schmerzhafter Geschlechtsverkehr, Harnwegsinfektionen, Unfruchtbarkeit und schwere Komplikationen bei Geburten. Jahr für Jahr werden ungefähr 2 Millionen Mädchen
beschnitten. Die Gesamtzahl der beschnittenen Frauen und Mädchen
beträgt weltweit über 130 Millionen. Der Großteil
der betroffenen Mädchen und Frauen lebt in 28 afrikanischen Quelle: http://www.unicef.or.at/gericht/missachtungen/beschneidung/fgm2.html Hinweis: Für SchülerInnen: Bitte habt Verständnis dafür, dass wir keine Facharbeitsthemen oder Referate für euch übernehmen können. Wir können leider auch kein Infomaterial verschicken und Euch auch nicht die Literatursuche abnehmen! Links zum Thema Genitalverstümmelungen von Mädchen und Frauen ausschließlich in deutscher Sprache Bitte haben Sie Nachsicht. Wir arbeiten ehrenamtlich und nicht alle Links sind aktuell. Gerne nehmen wir ihren Linkhinweis in unser Verzeichnis auf und löschen Links die nicht merh funktioniern. Danke für Ihre Hinweise! Hier finden Sie aktuelle Hinweise (in Englsich): Unsere Liste ist leider veraltet.
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